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Daten und Diagramme

Tabellen und Grafiken rund ums Thema "Frauen in der Forschung" - ausgewählt von Anna Behrend und Inka Reichert.


In Deutschland werden Frauen deutlich schlechter bezahlt als Männer.

Der "Gender Pay Gap" bezeichnet die Lücke in der Bezahlung zwischen den beiden Geschlechtern, also den Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn eines männlichen Angestellten und dem einer Frau in der gleichen Position. Auf die ganze Wirtschaft bezogen verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, in der EU beträgt der Unterschied 15 Prozent.
Quelle: She Figures 2006


Der "Gender Pay Gap" nach Berufen

Eine Physikerin verdient im europäischen Durchschnitt 15% weniger als ein männlicher Kollege in gleicher Position.
Quelle: She Figures 2006


Der Anteil der Frauen in der Forschung wächst im EU-Mittel schneller als der der Männer.

Diese Nachricht ist jedoch mit Vorsicht zu genießen: Angenommen, es habe bisher 10 Frauen und 100 Männer in der Forschung gegeben und neuerdings gäbe es 15 Frauen und 105 Männer, dann wäre die Wachstumsrate bei den Frauen 50 Prozent, bei den Männern jedoch nur 5 Prozent. Trotzdem gibt es immer noch weitaus mehr Männer in der Wissenschaft.
Quelle: She Figures 2006


Im Laufe der akademischen Karriere nimmt der Anteil der Frauen immer weiter ab.

Zwar beginnen EU-weit fast gleich viele Frauen wie Männer ein Hochschulstudium, doch eine Professur bekommen weitaus mehr Männer als Frauen. Nur 15 Prozent der ordentlichen Professuren, also der höchsten Positionen in der Forschung, sind in der EU von Frauen besetzt.
Quelle: Mapping the Maze 2008


In allen europäischen Ländern sind Frauen in den höchsten Positionen der Forschung unterrepräsentiert.

ISCED 5A bezeichnet die Hochschulausbildung vor dem ersten Abschluss. ISCED steht hierbei für "International Standard Classification of Education", auf Deutsch: "Internationale Standard-Klassifikation der Lehre". ISCED 6 bezeichnet die weiterführende Ausbildung zur Promotion und Habilitation. Die Grade A, B und C sind wieder verschiedene Positionen im Forschungsbetrieb.
Quelle: She Figures 2006


Je höher die Position, desto weniger Frauen sind vertreten.

"Grade A" bezeichnet die höchsten Positionen in der Wissenschaft. In Deutschland zählen dazu die C4- und die W3-Professuren an Hochschulen. Die Buchstaben B bis D kennzeichnen die untergeordneten Positionen, welche im Laufe einer wissenschaftlichen Karriere normalerweise durchlaufen werden.
Quelle: Mapping the Maze 2008


Die Karrierechancen für Frauen stehen in Malta besonders schlecht.

Der Glas-Ceiling-Index gibt Auskunft über die Dicke der so genannten gläsernen Decke. Sie steht für das Phänomen, dass die meisten hochqualifizierten Frauen beim Aufstieg innerhalb von Unternehmen oder Organisationen auf der Ebene des mittleren Managements "hängenbleiben" und nicht bis in die Führungsetage kommen. Je höher der Wert des Index, desto schwieriger sind Spitzenposition für Frauen zu erreichen.
Quelle: Mapping the Maze 2008


Dieser Beitrag entstand im Zuge des EuroScience Open Forum (ESOF) 2008.


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Die Frauen bleiben zurück - und holen doch auf

Wie kommt es, dass mehr Frauen als Männer studieren, aber es nur vereinzelt Professoren sind? Was ist der Gender Pay Gap? Und was ist der Glas-Ceiling-Index? Die Antworten finden Sie auf der Startseite dieses Multimedia-Beitrages -  hier.

Nachgefragt: Was Forscher über Frauen in der Forschung denken

Ist die Arbeit in einer ausschließlich männlichen Forschungsgruppe erfolgreicher? Wieso haben Männer bessere Karrierechancen in der Wissenschaft? Und wie hoch ist der Anteil an Professorinnen in den Niederlanden? Auf diese und andere Fragen haben Wissenschaftler während der ESOF 2008 geantwortet - die Clips dazu gibt es   hier.

Mit gutem Beispiel voran

Angesichts der beschriebenen Ungleichheit fragt man sich: Wo liegen die Gründe für die Unterschiede und wie lassen sie sich beseitigen? In der "Mapping the Maze"-Studie werden dazu einige Vorschläge präsentiert. So sei es ein Problem, dass die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Wissenschaft oft einfach ignoriert und geleugnet werde. Einen Überblick, wie in verschiedenen Ländern Europas versucht wird, die Chancengleichheit zu verbessern, gibt es   hier.


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