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Atomkraft in Europa | Zeitbombe oder Zukunftsoption?

Foto: Joe Zlomek

Den Atomausstieg stoppen aus Gründen des Umweltschutzes? Was zunächst befremdlich klingt, ist für die finnische Regierung ein ernst gemeintes Vorhaben. Mit 107 zu 92 Stimmen entschied sich das finnische Parlament am 24. Mai 2002 für ein neues Atomkraftwerk. Das Hauptargument der Befürworter: Nur mit Hilfe der Kernenergie lasse sich das Kyoto-Protokoll einhalten. Kritiker dagegen warnen vor Umweltschäden durch die Radioaktivität.
Inzwischen hat im finnischen Olkiluoto der Bau des ersten sogenannten Europäischen Druckwasserreaktors begonnen. Das neue Kraftwerk sei eine Weiterentwicklung mit verbesserter Sicherheit und verkürzter Bauzeit, wirbt der Hersteller. Dennoch geraten die Bauarbeiten immer wieder ins Stocken. Der geplante Termin der Fertigstellung wurde bereits vom Sommer 2009 auf 2010 verschoben.
Ein Kernkraftwerk desselben Typs wird auch in Frankreich gebaut. In anderen europäischen Ländern ist der Widerstand gegen ein neues Atomkraftwerk groß. Die Nachwirkungen des fatalen Unfalls von Tschernobyl 1986 sind noch zu deutlich zu spüren - sowohl emotional als auch physikalisch.

Ein Audio-Beitrag von Jan-Henner Reitze

Musik: Barry Philips


Dieser Beitrag entstand im Zuge des EuroScience Open Forum (ESOF) 2006.


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Kernkraft | Der Traum vom abfallfreien Atomstrom

© Viktor Mildenberger

Atommüll und dessen Entsorgung sind die wohl größten Streitpunkte bei der friedlichen Nutzung von Kernenergie. Ein französischer Kerntechniker erklärt, wie in neuen Kernkraftwerken Atommüll verbrannt und damit die Zukunft der Kernenergie gesichert werden soll. Ein deutscher Reaktor-Experte begründet die Kritik an diesem Verfahren. Bisher gab es nämlich weit mehr Pannen als Erfolge. ( zum Audio-File)


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